Kneip führt den staunenden Beobachter an der Hand und bereichert ihn an den immer wieder überraschenden Enden mit neuer Erkenntnis. Diese wächst bei Kneip aus den Buchstaben heraus und wechselt das Gewand. Alltägliche Banalitäten führen, von stiller Kritik und Schwermut geprägt, zu einer umarmenden Betroffenheit. Dabei lässt er kein Thema aus, um den Leser zum Nachdenken anzuregen.
Sinn und Sinnlichkeit sind in jedem seiner Verse und Aphorismen eingesponnen und verleiht ihnen ihre über den Dingen schwebende, allgegenwärtige Beschaffenheit.
Eine Rezension von "sonnita2"
vom 16. September 2004