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Draußen so heller Sonnenschein

Beschreibung:  Ein Gedicht von Dorothea Schlegel
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Draußen so heller Sonnenschein


Draußen so heller Sonnenschein,
Alter Mann, laß mich hinaus!
Ich kann jetzt nicht geduldig sein,
Lernen und bleiben zu Haus.

Mit lustigem Trompetenklang
Ziehet die Reuterschar dort,
Mir ist im Zimmer hier so bang,
Alter Mann, laß mich doch fort!

Er bleibt ungerührt,
Er hört mich nicht:
»Erlaubt wird, was dir gebührt,
Tust du erst deine Pflicht!«

Pflicht ist des Alten streng Gebot;
Ach, armes Kind! du kennst sie nicht,
Du fühlst nur ungerechte Not,
Und Tränen netzen dein Gesicht.

Wenn es dann längst vorüber ist,
Wonach du trugst Verlangen,
Dann gönnt man dir zu spät die Frist,
Wenn Klang und Schein vergangen!

Was du gewähnt,
Wonach dich gesehnt,
Das findest du nicht:
Doch bleibt betränt
Noch lang dein Gesicht.
  
Der duftende Garten (Neue Orientalische Bibliothek) (Gebundene Ausgabe)
von Nafzâwî,
Ulrich Marzolph
Siehe auch:
Der Heiratsantrag.
von Jane Feather, Anke Koerten (Übersetzer)
Ein unmoralischer Handel.
von Stephanie Laurens, Sigrun Zühlke (Übersetzer)
Gabriels Engel.
von Robin Schone, Ulrike Bischoff
Gulistan. Der Rosengarten
von Sheikh Saadi
 
    
     

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